Rückblick auf den Erfahrungsaustausch 2015

„Mein trockener Humor“

Am 20. Juni 2015 war es endlich wieder so weit. Nach vielen Vorbereitungen durch die Mitarbeitenden und aktuelle Patientinnen und Patienten einerseits und andererseits nach gespannter Vorfreude für die wiederum zahlreichen Teilnehmenden startete mit dem Empfang das Ehemaligentreffen der Fachklinik Klosterwald, das mit Bedacht den Namen „Erfahrungsaustausch“ trägt.
Wie in den Jahren zuvor kamen fast 500 ehemalige Patientinnen und Patienten, deren Angehörige und auch ehemalige Mitarbeitende zusammen, um dieses Fest zu feiern. Das Team der Fachklinik hatte dafür in diesem Jahr das Thema „Mein trockener Humor“ ausgewählt.
Im Eröffnungsmeeting führte Gruppentherapeut Andreas Heß mit einigen Gedanken in das Thema ein. Allerdings mussten die Zuhörenden im gut gefüllten Saal der Fachklinik die Ohren sehr spitzen, da die Tonanlage plötzlich ausfiel. Dieser Umstand stellte nicht nur unser Hörvermögen auf die Probe, sondern auch unseren Humor. Als kleine Wiedergutmachung ist hier – erstmals in der Geschichte des Erfahrungsaustauschs – das Referat von Andreas Heß zum Nachlesen abrufbar (siehe den Link unten).
Die widrigen akustischen Umstände hielten jedoch etliche Teilnehmende nicht davon ab, in der großen Runde von ihren Erfahrungen zu berichten. Mutmachendes und Nachdenkenswertes, Erfreuliches und Herausforderndes wurde auf diese Weise geteilt und immer wieder vom Beifall der Anwesenden begleitet. Die gute Nachricht schon am Beginn des Tages lautete daher, dass abstinentes Leben nicht nur mit Humor zu ertragen ist, sondern zu einem humorvollen Umgang mit dem Leben befreit.

In der Mittagspause ließen sich alle die Thüringer Rostbratwürste und manche andere Köstlichkeiten schmecken. Der Buchverkauf und der Basar der Ergotherapie luden zum Stöbern ein und das Wiedersehen ermöglichte viele gute Gespräche.
Diese wurden dann noch einmal intensiver in den Gruppenmeetings am Nachmittag geführt. Hier zeigte sich auch in diesem Jahr, dass der Erfahrungsaustausch ganz zu Recht so heißt.
Nach zum Teil zwei Stunden Gespräch in den Gruppen wurde es höchste Zeit, sich mit Kaffee und Kuchen wieder dem leiblichen Wohl zu widmen. Bevor es für die meisten Gäste Abschiednehmen hieß, fasste Chefarzt Christoph Kern in seinem Referat zum Abschlussmeeting den Tag mit seinen vielen Eindrücken noch einmal zusammen. Den ehemaligen Patientinnen und Patienten gab er den Wunsch mit auf den Weg, sie mögen ihren Humor pflegen, so dass er ihnen helfen kann, in spannungsvollen Situationen nicht zu verzweifeln, sondern weiter zu sehen oder einen neuen Blick geschenkt zu bekommen.
Am Schluss seiner Rede dankte Christoph Kern allen Mitarbeitenden und Helfenden, aber auch allen Gästen herzlich für einen gelungenen Tag und lud zum Erfahrungsaustausch am 18. und 19. Juni 2016 ebenso herzlich ein.

Der Gottesdienst am Sonntagmorgen im Saal der Fachklinik nahm das Thema des Erfahrungsaustauschs noch einmal auf. Gottes Humor, so hieß es da, ist ganz bei Gottes Liebe zu seinen Geschöpfen angesiedelt. So lädt uns Gott ein, gerade angesichts ernster Lebensfragen über uns zu lachen und auch auf diese Weise uns nicht mit Gott zu verwechseln, sondern uns Gott anzuvertrauen.

Das Impulsreferat zum herunterladen: Impulsreferat 2015